Disneyland Paris – wirklich ein MUSS?

Dieser Blogbeitrag ist keine Ode an das Disneyland Paris sondern spiegelt unser Erlebnis wieder. Wir wurden in keinster Weise von Disney gesponsert, sondern haben alles selbst bezahlt.

Dieser Text ist entstanden, weil ich keinen vergleichbaren im Internet gefunden habe. Die meisten Beiträge beschreiben nur die positiven Eindrücke und das ganze BLING BLING, aber sehen nicht hinter die Kulissen und geben auch keine Tipps. Auf der Internetseite vom Disneyland Paris fand ich ein paar Hinweise, aber das reichte mir nicht aus. Freunde und Bekannte (DANKE ihr Lieben!) fütterten uns mit Informationen und von unserem Aufenthalt im Disneyland Anaheim in Kalifornien wussten wir zumindest ein bisschen wie der Hase läuft, aber irgendwie hat mir doch etwas gefehlt…

Für die Langsam-Leser habe ich unsere Erlebnisse im Disneyland Paris detailliert beschrieben. Für die Disneyland-Planer und Schnell-Leser unter euch habe ich die Tipps fett markiert. Falls ihr noch weitere Tipps habt, freue ich mich (und andere Leser) über eure Kommentare.

 

Buchung und Planung

Seitdem ich Teenager war wollte ich in das Disneyland Paris, aber meinen Eltern war der Spaß zu teuer… nachvollziehbar!

Für meinen schwäbischen Sparfuchs an Mann und mich war es ebenfalls immer zu teuer, deshalb haben wir LAAANGE die Preise verglichen bzw. die Preisentwicklung beobachtet… bis zu einem kalten Winterabend im Januar 2017.

TIPP: Mit langer Vorlaufzeit – FRÜHBUCHER – oder super kurzfristig – LAST MINUTE – buchen… oder bis zum nächsten Jubiläum warten!

Aufgrund des 25-jährigen Jubiläums des Disneyland Paris gab es satte Rabatte und wir buchten ENDLICH unseren Aufenthalt für Ende Oktober 2017 (online und wegen irgendeiner Widrigkeit abschließend telefonisch) für uns vier: MiniMädchen (11 Monate), MidiMädchen (5 Jahre), meinen Mann und mich.

Die Buchung inkludierte 4 Tage Parkeintritt, 3 Nächte im Disney’s 4 Sterne Hotel New York mit PLUS-Verpflegung und einem Frühstück mit Meet ‘n’ Greet mit den Disney-Figuren. Mit Bearbeitungsgebühr, Rücktrittsversicherung und Kurtaxe läpperte sich der Betrag auf 1.844,38 €… und wir hatten 25% gespart… aaah!

TIPP: Gleich mit Verpflegung buchen. Die Verpflegungs-Option PLUS Halbpension beinhaltet Frühstück im Hotel und ein Mittag- oder Abendessen mit alkoholfreiem Getränk in einem Restaurant. Ohne Vorbuchung ist es teurer.

Wir erhielten die Unterlagen (eine Papierschlacht) per Post, mussten 20% Anzahlung und 30 Tage vor Anreise die Restzahlung leisten.

Ich versuchte mich vorzubereiten, aber wie bereits erwähnt, war es etwas schwierig.

TIPP: Zur Planung und Übersicht eignet sich die Disneyland Paris App. Die App hat eine gute Such-, Filterfunktion und zeigt die Warte- bzw. Ausfallzeiten der Attraktionen an.

Los geht‘s!

Tag 1 – 28.10.2017 – Disneyland Park

Wie die Zeit rennt… und schon ist es Ende Oktober.

Voller Vorfreude haben wir Koffer, Rucksack, Kulturtasche und den obligatorischen Getränke- und Essenskorb gepackt und mitsamt dem Kinderwagen in das Auto verfrachtet. Wir sind nachts/morgens um 3:00 Uhr losgefahren damit die Kinder weiterschlafen konnten. Eine Pause später – und knapp 35,00 € ärmer DANK der französischen Maut –  waren wir gegen 9:00 Uhr auf dem riesigen Gelände des Disneyland Paris Resorts.

TIPP: Früh losfahren und ankommen = ein ganzer Tag im Freizeitpark!

Dank des Parkleitsystems fanden wir unser Hotel New York auf dem Disneyland Paris Resort schnell. Dem Security vor der Schranke zeigten wir unsere Reservierung, damit er die Schranke und Sicherheits-Poller in Bewegung setzte… wie in einem Hochsicherheitstrakt.

TIPP: Als Hotelgast parkt man kostenlos! Sonst muss man 23,00 € pro Tag berappen!

Nachdem wir nur das Nötigste in den Kinderwagen und Rucksack für den Freizeitpark eingepackt hatten (und den Koffer und Korb im Auto gelassen haben), liefen wir zum Security Check vor dem Hotel.

TIPP: Eigenes Obst, Knabberzeug und Trinken mitnehmen, da zu teuer in den Parks! Eigentlich nicht erlaubt, aber uns hat keiner kontrolliert!

Wir stellen uns in der ersten laaange Schlange an bei dem der Rucksack durchleuchtet wurde.

Im Hotel stellten wir uns wieder an, damit wir uns dieses Mal durchleuchten lassen durften und danach stellten wir uns in der nächsten laaangen Schlange vor der Rezeption an. Von der Rezeptionistin erhielten wir das gesamte Paket: zwei Zimmerkarten, drei Eintrittskarten (mehrfach verwendbar), Papier-Coupons für jedes Essen (2 x 3 x 3) *nerv* und zwei Parkpläne. Positiv war, dass das Zimmer schon fertig war, aber das nutzte uns nichts, weil wir gleich los wollten.

TIPP: Unbedingt spätestens bei Ankunft durch den Concierge die Restaurants buchen lassen. Man kann auch schon zwei Monate vorher telefonisch reservieren.

Nachdem uns der Concierge für die nächsten drei Abende Tische reserviert hatte, sind wir in Richtung der beiden Freizeitparks gelaufen. Vom Hotel läuft man ungefähr 10 Minuten durch das Disney Village (Einkaufs- und Futtermeile) bis zu den Freizeitparks.

Vor dem Disney Village mussten wir uns erstmal wieder ANSTELLEN für einen weiteren Security Check.

TIPP: Der Starbucks im Disney Village war unsere Rettung! Der Kaffee in den Freizeitparks ist sogar noch grauseliger!

Wir entschieden uns mit dem größeren Park, dem Disneyland, zu starten und mussten uns am Eingang wieder ANSTELLEN um die Eintrittskarte scannen zu lassen. Um 11:00 (!) Uhr waren wir endlich im Disneyland Park.

Für Menschen, die an einer Sozialphobie oder gar an einer Agoraphobie leiden ist das Disneyland wirklich nichts! Soooviele Menschen überall.

Wir spazierten los und holten uns die ersten 3 FASTPÄSSE.

TIPP: An besonders beliebten Attraktionen stehen FASTPASS Automaten, die um 10:00 Uhr öffnen. Durch Scannen der Eintrittskarte erhält man einen FASTPASS. Auf dem FASTPASS ist die Uhrzeit angegeben zu der man sich in der kürzeren FASTPASS Schlange anstellen kann. Nur alle 2 Stunden kann man einen FASTPASS mit seiner Eintrittskarte lösen.

Danach stellten wir uns bei den Attraktionen mit der kürzesten Wartezeit an.

TIPP: In der Disneyland App nachsehen wo die kürzeste Wartezeit ist. 

Den Kinderwagen kann man vor den Attraktionen auf speziellen Kinderwagenparkplätzen abstellen.

TIPP: Kleines (praktikables) Vorhängeschloss für Kinderwagen mitbringen!

Um 15:20 Uhr tanzten die Disney Prinzessinnen auf der Showbühne vor dem Dornröschen Schloß. Das MidiMädchen war hin und weg… aber seht selbst.

Ein weiteres Highlight für das MidiMädchen war die Parade, die um 16:30 Uhr mit vielen bekannten Disneyfiguren durch die Main Street zog.

Um 18:00 Uhr hatte der Concierge uns einen Tisch im Captain Jack‘s Restaurant reserviert.

Das schöne Restaurant liegt in einer Piraten-Höhle, die mit bunten Laternen dekoriert ist. Durch die Höhle fährt die Wasserattraktion Pirates of the Caribbean. Leider war es aber so dunkel, dass man das Licht des Smartphones nutzen musste um die Speisekarte zu lesen. Der Servierer war sehr kinderlieb und hat mit dem MidiMädchen Käsekästchen auf der Serviette weitergespielt (obwohl ich eigentlich dran war 😉 ). Im Restaurant gab es leider nichts zum Spielen oder Malen… die Wette hätte ich verloren.

TIPP: Unbedingt etwas zum Spielen oder Malen für die Kinder mitbringen um die WARTEZEIT in den Restaurants zu überbrücken!

Positiv war, dass das MiniMädchen einen Kartoffel-Fenchel-Irgendwas-Brei und einen Apfelmus (beides in Gläschen) kostenfrei erhalten hat… na guuut, sie ist fast schon 12 Monate alt und kennt keine Breie (mehr), aber total lieb gemeint. Wir konnten uns für eine von zwei Optionen pro Gang (Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise) aus einem Menü entscheiden und inkludiert war auch ein alkoholfreies Getränk. Das Essen war auf Kantinen-Niveau, weniger liebevoll zubereitet, aber Magenfüllend. Regulär hätte das Menü knapp 40,00 € gekostet… dank unserer Coupons mussten wir nichts zusätzlich bezahlen.

Nach dem Essen waren wir platter als unsere Plattfüße – wir waren ja schon seit 2:00 Uhr wach – so dass wir zurück ins Hotel sind. Ich bin mit den schlafenden Kindern (MiniMädchen im Tragetuch und MidiMädchen im Kinderwagen) auf das Zimmer und mein Mann hat den Koffer, Kulturbeutel und Korb aus dem Auto geholt. Zwei Sicherheitschecks (und eine gefühlte halbe Stunde) später kam er nach… dann nur noch Zähneputzen und in eines der beiden Queensize Betten umfallen.

TIPP: Unbedingt gemütliche Schuhe anziehen! Viele Frauen liefen mit Absatzschuhen rum – für mich unverständlich.

 

Tag 2 – 29.10.2017 – Disneyland Park

Am nächsten Tag kam das enttäuschte Erwachen. Es regnete in Strömen und das Zimmer sah FURCHTBAR aus.

Unebener und dreckiger Teppich (als läge er schon seit 50 Jahren da), eine Klospülung, die nicht funktionierte bzw. nur das kleine Geschäft (Nr. 1) schluckte (oder sind unsere Nr. 2s zuviel für die Disneyische Spülung?! 😉), abgerissene Tapeten, der Putz fiel von der Decke, ein alter Duschvorhang, der beim Duschen am Hintern klebte. Alles wirkte alt und eingestaubt… Hätten wir mehr Zeit im Zimmer verbracht, wäre unsere Beschwerde empfindlicher und der Boykott lauter ausgefallen.

Wir machten uns entnervt fertig und stellten uns gegen 7:45 Uhr wieder in eine laaange Schlage, dieses Mal vor dem Frühstücksraum.

Ungefähr 20 Minuten später konnten wir uns endlich am American Breakfast bedienen. Am Besten schmeckte dem MidiMädchen die Würste und Croissants mit Marmelade. Das MiniMädchen knusperte an den Pfannkuchen und dem Hühnchenbrust-Aufschnitt herum. Mein Mann vermisste schmerzlich ein Omlett (oder irgendeine kreative Eierspeise) und ich sehnte mich nach meinem Müsli. Trotzdem war insgesamt die Auswahl vielseitig und lecker.

TIPP: Beim Frühstück haben wir für die Kinder einen kleinen Mittagssnack eingepackt. Jaaa, soll man nicht… wen interessiert’s?!

Nach dem Frühstück machten wir uns in Regenjacken eingemummelt auf den Weg wieder in den Disneyland Park, weil wir den Tag zuvor nicht alle Attraktionen geschafft hatten. Wir sind wortwörtlich in PLUTO reingelaufen, der sich gerade für das Meet ‘n’ Greet vorbereitete. Wir stellten uns an und waren sofort an der Reihe.

TIPP: Im Hotel sind die Schlangen für die Meet ‘n’ Greet’s viiiel kürzer!

Eine Fotografin hat Fotos gemacht und uns den PHOTOPASS+ überreicht. Mein Mann hat während der Session ebenfalls Fotos gemacht, weil wir den PHOTOPASS+ bereits aus dem Disneyland Anaheim kannten und Bilder uns zu teuer waren.

Nach Security Check und obligatorischem Kaffee bei Starbucks haben wir uns kurz bei dem Eingang für Hotelgäste (ganz links) angestellt. Wir durften früher in den Park und fuhren manche Attraktionen ohne Wartezeit… HERRLICH!

TIPP: Als Hotelgast darf man schon ab 8:00 Uhr (statt 10:00 Uhr) in die Freizeitparks und ausgewählte Attraktionen fahren.

Morgens fuhren wir die Attraktionen an denen man tagsüber 75 – 90 Minuten warten musste. Ab 10:00 Uhr lösten wir wieder FASTPÄSSE, nutzen BABYSWITCH und SINGLE RIDER.

TIPP: Mit BABYSWITCH stellt man sich als Familie nur einmal an. 

Bei uns ist zuerst mein Mann mit dem MidiMädchen gefahren und ich blieb mit MiniMädchen vor dem “Bahnhof” stehen, dann hat mein Mann das MiniMädchen zu sich genommen und das MidiMädchen konnte teilweise nochmals mit mir fahren. BABYSWITCH lohnt sich!

TIPP: Als SINGLE RIDER kann man an manchen Attraktionen viel Wartezeit sparen, aber man wird irgendjemanden oder einer Gruppe zugeteilt… das muss man mögen. 

Für MidiMädchen war SINGLE RIDER natürlich noch nichts, aber wenn das MiniMädchen geschlafen hat und die Attraktion sowieso erst ab 1.40 m freigegeben war, haben die Mädels und ich (oder mein Mann) draußen gewartet und mein Mann (oder ich) hat sich schnell mal an dem SINGLE RIDER Eingang angestellt.

Das MidiMädchen durfte sogar Auto fahren… na guuut, nur ein kleines Auto, na jaaa, das Auto ist auf Schienen gefahren und mmmh, ich musste Gas geben, aber sie hat gelenkt… was ein Spaaaß! Seht selbst:

Abends hatte uns der Concierge einen Tisch im Silver Spur Steakhouse reserviert.

Beim Betreten des Restaurants bin ich sofort wieder rückwärts rausgelaufen, da es fürchterlich nach Rauch stank. Ich habe die Tür offen gehalten und erstmal den riesigen Raum entlüftet. In diesem Restaurant gibt es eine offene Küche in dem Steak auf einem Grill gebraten wird. Wie auch schon in dem Captain Jack’s Restaurant wählten wir pro Gang zwischen zwei Optionen. Die Bedienung war sehr nett und kinderlieb, aber wieder gab es nichts zum Spielen. Ein paar Meter weiter gab es einen Shop und so habe ich einen Block und einen Stift für 20 € (!) gekauft, damit das MidiMädchen Malen und Schreiben konnte. Zum Hauptgang aß jeder von uns (natürlich) Steak und es schmeckte lecker. Die Toiletten sind – wie fast überall – in die Jahre gekommen und schmuddelig.

TIPP: Die Firma Disney lebt noch die klassischen Werte, so dass der Wickeltisch in der Damentoilette zu finden ist *nerv*. In Restaurants findet man den Wickeltisch meist auf der Besonderen-Toilette.

Nach dem Essen fuhren wir noch eine Attraktion und sind anschließend Richtung Dornröschen Schloß gelaufen um die Disney Illuminations, die Lichtershow, zu bestaunen.

TIPP: Spätestens gegen 21:00 – 21:30 Uhr einen (Sitz-) Platz mit der Main Street im Rücken und freiem Blick auf das Dornröschen Schloß suchen!

Die Lichtershow startet um 22:00 (!) Uhr und endet nach ca. 20 Minuten. Liebe Disneyianer, warum erst um 22:00 Uhr? Ja, ich verstehe, dass es in den Sommermonaten noch hell sein kann, aber im Herbst/Winter könnte es doch schon um 20:00 oder 21:00 Uhr stattfinden?! Das MiniMädchen ist wie immer – verlässlich – um  20:00 Uhr eingeschlafen und die laute Musik hat sie natürlich aus dem Schlaf gerissen. Das MidiMädchen kämpfte gegen die Müdigkeit und ist – nach zwei Szenen der Übermüdung – gegen 22:10 Uhr eingeschlafen. Zum Glück konnte das MidiMädchen im Kinderwagen schlafen während mein Mann das MiniMädchen im Tragetuch trug.

TIPP: Wenn ihr euren eigenen Kinderwagen nicht mitnehmen möchtet, so könnt ihr euch in den Freizeitparks einen ausleihen. Die Kinderwägen sind zwar nicht so komfortabel wie der eigene, aber für lauffaule 😉 , kleine Menschen reicht der allemal.

Die Disney Illuminations fand ich total schön, da weniger Feuerwerkskörper verschossen worden sind als im Disneyland Park Anaheim in Kalifornien. In Paris wurde das Dornröschen Schloss mit Lasern angeleuchtet und es wurde durch Projektionen eine Geschichte erzählt, die viele beliebte Figuren wie Jack Sparrow, Elsa und Anna, Star Wars, usw. beinhaltete.

20 Minuten später machten wir uns auf den Weg zum Ausgang… wie die Schafe (määääh!) mit all den Anderen.

TIPP: Durch die Arkaden, die parallel von der Main Street verlaufen, spart man sich Zeit und Stress.

Nach dem Ausgang teilte sich die Menge in die, die zum Parkplatz oder Bahnhof mussten und die, die wie wir durch das Disney Village zurück zum Hotel liefen.

Beim Betreten des Hotels stank es fürchterlich – erst nach Rauch, da am Eingang die Raucher platziert wurden und dann nach billigen Hotel-Parfüm um vermutlich modrige Gerüchte zu überdecken.

Im Zimmer angekommen wurden noch schnell die Zähne geputzt und dann sind wir wieder in die Betten gefallen, die übrigens überraschend gemütlich waren.

 

Tag 3 – 30.10.2017 -Walt Disney Studios Park

Der Wecker klingelte um 6:45 Uhr, weil wir um 8:15 Uhr bereits im Disneyland Park für MidiMädchen’s Überraschung sein mussten.

Tipp: Wegen der Schlangen an den Security Checks, im Starbucks im Disney Village 😉 und am Eingang vor den Freizeitparks ca. Hotel-Wegezeit (Hotel New York = 10 Minuten) + 20 Minuten einplanen.

Wir überraschten das MidiMädchen mit einem Meet ‘n’ Greet Frühstück im Plaza Gardens Restaurant im Disneyland Park. Diese leuchtenden Augen – unbezahlbar! An unseren Tisch (bzw. an alle Tischen) kamen FERKEL, TIGGER, I-AAH, DAISY, DAGOBERT und MICKEY MOUSE.

Alle Figuren nahmen sich Zeit für ein wenig Quatsch, Fotos und ein Autogramm in MidiMädchens neues Buch. Das Frühstück glich dem aus unserem Hotel und war daher keine Überraschung.

Gegen 9:00 Uhr war es vorbei und wir machten uns auf dem Weg nebenan in den Walt Disney Studios Park.

Im Walt Disney Studios Park gelten die gleichen Regeln mit FASTPASS, SINGLE RIDER und BABYSWITCH wie im Disneyland Park.

Meines Erachtens ist dieser Park besonders für ältere Kinder oder Jugendliche geeignet, obwohl es auch einige Attraktionen oder Entertainments gibt, die für die ganze Familie interessant sind.

Tipp: Nach der Einkaufs- und Futterhalle steht links der Studio Catering Co. Foodtruck der eine leckere Schokobrezel und guten Kaffee (Segafredo) im Angebot hat.

In diesem Park haben besonders die Figuren aus den Filmen, die mit PIXAR in Kooperation gemacht wurden, einen Platz gefunden. Es gibt das Schrei-Barometer der Monster AG, ein Cars Karussell, eine Toy Story Welt mit Attraktionen für die Kleineren, usw.

Besonders gefallen hat mir die Ratatouille Welt mit der Attraktion in der ich am Liebsten den ganzen Tag verbracht hätte. Wir saßen auch einfach mal 30 Minuten auf der Bank und staunten über die liebevollen Details, die wir im Vorübergehen sicherlich nicht bemerkt hätten.

 

Dank FASTPÄSSE, SINGLE RIDER und BABYSWITCH waren wir in guter Stimmung und freuten uns wie Bolle auf unser Abendessen.

Unser Concierge hatte einen Tisch im Bistrot Chez Remy reserviert.

Wir mussten aber 1 (!) Stunde warten bis ein Tisch frei wurde. Im Nachhinein können wir das Nachempfinden, weil das Restaurant echt total liebevoll eingerichtet, das Essen sehr lecker (wer Brie mag, unbedingt als Nachspeise den Käse bestellen!) und der Servierer Julien sehr kinderlieb und verständnisvoll war.

Er hat uns sogar die Adresse aufgeschrieben wo wir den leckeren Brie kaufen konnten. Hier will keiner freiwillig das Restaurant verlassen. Unbedingt Zeit nehmen und durch das Restaurant laufen um das Miniatur-Interieur zu bestaunen.

Tipp: Unbedingt im Bistrot Chez Remy Essen gehen und die Deckenbeleuchtung bestaunen!

Wir blieben länger als der Park geöffnet hatte, so dass wir mit Begleitschutz zum Ausgang gebracht wurden. Danke lieber Concierge für die tolle Empfehlung!

Tipp: Der Walt Disney Studios Park schließt bereits um 19:00 Uhr. Einfach danach noch in den Disneyland Park gehen… falls die Füsse noch mitmachen.

Wir hätten noch in den Disneyland Park gehen können, da er bis 22:00 Uhr geöffnet hatte, aber unsere Füße waren zuuu müde, so dass wir Richtung Hotel liefen. Im Disney Village sind das MidiMädchen und ich kurz – „jaaa, nur kurz“ – in einen Shop damit sie sich einen STITCH Kuscheltier aussuchen konnte. Danach ging es ins Hotel und für MiniMädchen und mich ins Bett. Das MidiMädchen konnte meinen Mann überreden mit ihr in den Times Square Games Room zu gehen. Dort spielten sie drei Runden Mario Kart bevor auch ihnen fast die Augen zufielen.

 

Tag 4 – 31.10.2017 – Überall und Nirgends

Der Wecker hat wieder um 6:45 Uhr geklingelt, wir haben uns fertiggemacht und unsere Siebensachen eingepackt. Das Auschecken war kinderleicht, weil wir nur die Zimmerkarten in eine Box werfen mussten, da wir keine Kosten verursacht hatten.

TIPP: Wer seine Ausgaben in den Freizeitparks, im Village und Hotel direkt begleicht und es nicht auf das Zimmer schreiben lässt, behält 1) den Überblick und 2) spart sich die Warterei beim Auschecken!

Anschließend brachte mein Mann den Koffer, Kulturtasche und Korb zum Auto. Fünf Minuten und ein Security Check später konnten wir endlich etwas gegen den grummelnden Magen von MidiMädchen tun. Beim Frühstück war nur eine kurze Schlange und ebenso beim Meet ‘n’ Greet mit GOOFY im Hotel… oder gewöhnten wir uns etwa an das „Queueing“?!

Und täglich grüßt das Murmeltier im Starbucks im Disney Village… nur heute im gruselig dekorierten Starbucks mit dem noch gruseligeren Starbucks Mitarbeitern. Sehr cool! Ich bestellte einen doppelten Espresso für meinen Mann –  für THE BEAST! Die Gesichter als der Name durch den Starbucks hallte waren unbezahlbar.

Anschließend sind wir in den Disneyland Park, da wir uns erhofften, dass alles Halloween-mäßig dekoriert war… PUSTEKUCHEN! Wie die Tage zuvor war das Frontierland im mexikanischen Dia-de-los-Muertos-Stil dekoriert, ein paar Geister standen herum, es gab Meet ‘n’ Greets mit Gruselfiguren wie JACK SKELLINGTON von Nightmare before Christmas (wenn ich es richtig vom Weitem gesehen habe) und stündlich tanzte Goofy’s Skeletoon Street Party durch die Straßen. Am Besten verkleidet waren die Gäste, noch nicht mal die Disney Mitarbeiter waren verkleidet. Nach einem letzten Spaziergang haben wir den Disneyland Park verlassen.

Zum Mittag entschieden wir uns im Planet Hollywood im Disney Village zu essen. Hier empfing uns das gleiche Bild wie im gesamten Disney Resort: eingestaubt, muffelig und alles im 90er-Jahren-Stil dekoriert… Es gab Ausstellungstücke aus Filmen wie Terminator zu bestaunen, aber leider nicht von neueren Filmen. Wie gewohnt dröhnte die Musik, u.A. Michael Jackson und Pink Floyd, aus den Lautsprechern. Das Essen war typisch Amerikanisch (Burger!) und lecker. Das Stille Örtchen war mal wieder nicht so still und mit Disco-Beleuchtung, aber bei genauem Hinsehen EKELIG!

Nach dem Essen gingen wir in den Disney Store und ich kaufte mir einen bunten Mickey-Schal. Im Lego Store baute das MidiMädchen mit ihren Lieblingssteinen ein Haus während wir die größeren Kunstwerke bewunderten.

Zum Abschluss holten wir uns einen letzten Kaffee im Starbucks und spazierten zum Auto, das auf dem Hotelparkplatz auf uns wartete. Irgendwie waren wir froh über die nächsten Stunden Autofahrt… keine Menschenmassen und RUHE!

 

Mein Fazit

In vier Tagen sind wir 65.000 Schritte im Disneyland Paris Resort gelaufen. Einen Tag danach waren wir total müde und außer Kraft gesetzt. Zwei Tage später fingen bei dem Mini- und dem MidiMädchen die Erkältungen an…

Welcher Park für wen?

Für die jüngeren Kinder ist der Disneyland Park interessanter, für die älteren Kinder und Jugendliche der Walt Disney Studios Park.

Welche Attraktionen oder Entertainments sind am Besten?

Die TOP 3 im Disneyland Paris…

– für MiniMädchen (11 Monate):
k.A. 😉

– für MidiMädchen (5 Jahre):
1) Meet ‘n’ Greets (den Prinzessinnen Pavillon haben wir aber bewusst außen vor gelassen, weil wir das schon im Disneyland Anaheim gemacht hatten)
2) Achterbahn Big Thunder Mountain
3) Autopia

– für meinen Mann:
1) Rock ‘n’ Roller Coaster starring Aerosmith
2) Star Tours: The Adventures Continue
3) Ratatouille: Das Abenteuer

– für mich:
1) Ratatouille: Das Abenteuer
2) The Twilight Zone Tower of Terror
3) Disney Illuminations

Was ist verbesserungswürdig?

1) Zu ALT

Wir haben gemerkt, dass das Disneyland Paris Resort seinen 25-jähriges Jubiläum feiert, weil es so überall aussieht: Das Hotel, die Parks, die Attraktionen, die Einrichtung und vor Allem die Toiletten sind in die Jahre gekommen. Leider wird kaum etwas liebevoll auf dem neusten Stand gehalten, so wie wir es von anderen Freizeitparks gewohnt sind.

2) Zu VOLL

Zuuuviele Menschen, zuuu lange Wartezeiten Die Disneyianer sollten sich überlegen die Besucher pro Tag etwas runterzuregulieren, dann würde es wirklich viel mehr Spass machen!

3) Zu LAUT

Warum muss überall die Bose-Box bis zum Anschlag dröhnen? Immer nur laute Musik an den Attraktionen, an manchen Wegen, in den Restaurants UND sogar auf dem „Stillen Örtchen“… HAAALLOOOOOO ihr Disneyianer, seid ihr taub? Die erhöhte Lautstärke führte zu schreienden Kindern, was wiederum zu genervten Eltern führte und damit zu allgemeiner Unzufriedenheit.

4) Zu TEUER

Sowohl der Parkeintritt (unter der Woche ab 49,00 € pro Erwachsener bzw. 42,00 € pro Kind / am Wochenende ab 79,00 € pro Erwachsener bzw. 71,00 € pro Kind für 1 (!) Park pro Tag), als auch die Hotels und das Essen sind VIEL zu teuer im Vergleich zu dem was einem geboten wird… ganz zu Schweigen vom Merchandising (12,00 € für eine Tasse, 8,00 € für einen Kugelschreiber, usw.). Aber Disney kann… die Leute kommen in Scharen.

Was ist ausgezeichnet?

1) Sicherheit

Von der Warterei an den Security Checks waren wir nicht genervt, ganz im Gegenteil, es vermittelte uns ein Sicherheitsgefühl.

2) Viel Liebe zum Detail

Das gesamte Disneyland Paris Resort ist eine Augenweide. An jeder Ecke gibt es etwas Kunterbuntes, Schönes oder Besonderes zu entdecken. Besonders im Ratatouille Land im Walt Disney Studios Park ist uns diese Liebe zum Detail aufgefallen.

3) Disney Mitarbeiter

Wirklich ALLE Disney Mitarbeiter (u.A. Security, Rezeptionist, Bedienung im Restaurant, Figur, Einweiser an der Attraktion, usw.) waren immer gut gelaunt! Sie waren darauf bedacht unseren Tag zu versüßen, sprachen perfekt Englisch oder sogar Deutsch und total kinderlieb.

4) Überall schnelles WLAN… kostenlos

Der Waaahnsinn und ein Traum für jeden Blogger!

Ein Muss?

Nein, definitiv kein MUSS! Im Nachhinein besuchen wir lieber unsere Lieblings-Freizeitparks: Ravensburger Spieleland, Heidepark, Europapark und Tripsdrill. Wir kommen aber gerne wieder zurück – in 5-10 Jahren.

Kennt ihr noch andere schöne Freizeitparks?

 

Lieben Dank, dass ihr bis zum Ende dieses Beitrags gelesen habt… jetzt wisst ihr wie es sich anfühlt sooo lange in der Schlange zu stehen 😉

Ich freue mich über euer Feedback oder weitere Tipps!.

Yvonne

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